9 gute Gründe, warum ich gerne alleinerziehend bin | gut-alleinerziehend.de

9 gute Gründe, warum ich gerne alleinerziehend bin

Gerne alleinerziehend? Wie geht das?

Ja, es gibt tatsächlich einige Dinge, die ich prima finde als Alleinerziehende. Meine 9 Lieblingsgründe und Vorteile habe ich hier einmal zusammengefasst:

1. Meine ruhigen Abende

Wenn das letzte Kind eingeschlafen ist, fällt schlagartig die Anspannung des Tages von mir ab. Jetzt habe ich die freie Auswahl wie ich den Abend gestalte. Ich muss mich jetzt nicht mehr dazu aufraffen, einen Slot für wertvolle Partnerzeit einzuräumen oder auf einer Veranstaltung als „Anhang“ rumzusitzen. Es wartet auch kein Beziehungsproblem in menschlicher Form mit grummeligem Gesicht auf der Couch auf mich.

Jetzt gilt, was mir gefällt. Ich bin die Chefin über die Fernbedienung und der beste Platz ist immer frei. Manchmal lese ich aber auch ein Buch oder arbeite noch etwas. Und wenn ich einfach mit den Kindern eingeschlafen bin, dann bin ich niemandem Rechenschaft schuldig. So bin ich wirklich gerne alleinerziehend.



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2. Ich bestimme, was zu Essen auf den Tisch kommt

In meiner Ehe gab es oft viele Diskussionen über das Essen. Da gingen unsere Geschmäcker sehr weit auseinander, inklusive schlechter Snacks und Essgewohnheiten. Jetzt bin ich froh, dass ich über den Einkaufszettel bestimme. Ich brauche mich nicht mehr über horrende Lebensmittel-Ausgaben und verschimmeltes Essen im Kühlschrank ärgern. Und meine Kinder werden nicht mehr mit Süßigkeiten vollgestopft. Und weil ich einkaufe, wenn die Kinder im Kindergarten sind, genieße ich das wöchentliche Einkaufen und mache es in meinem Tempo.

3. Mein Geld, meine Verträge, meine Investitionen

Der Dauerbrenner unter den Beziehungsstreitpunkten ist das liebe Geld. Bei mir ist das Thema kein Gespräch mehr wert. Ich weiß, was ich verdiene, kenne meine Verträge und bestimme selbst, ob und wann ich Geld investieren kann. Denn das ist sehr wichtig, damit wir Alleinerziehenden finanziell auf einen grünen Zweig kommen und nicht in die Altersarmut rutschen.

Ich lasse mir mein Geld nicht mehr durch das Ehegatten-Splitting und Steuerklasse 5 klauen oder schlecht von meinem Lebenspartner anlegen. So weiß ich, wie es um mich finanziell gestellt ist und habe den Scherbenhaufen schon hinter mir.

4. Ungebremst eigene Projekte in Angriff nehmen

In Partnerschaften wird vieles sehr lang und breit besprochen. Dadurch werden viele Projekte gar nicht erst in Angriff genommen oder direkt vor dem Start ausgebremst. Das können gemeinsame Vorhaben sein oder auch ganz persönliche. Schwierig wird es, wenn einer der Partner beruflich neue (unsichere) Wege gehen will oder ein neues Hobby ausüben möchte. Diese Veränderungen sind oft Gift für die Partnerschaft, da einer der Partner sich dadurch ausgebootet oder um etwas betrogen fühlt.

Bei mir ist die Riesenhürde Partner weg. Ich bestimme selbst, was ich umsetzen möchte und kann dadurch die wenigen zeitlichen Freiräume optimal für meine eigenen Projekte nutzen. Das hört sich jetzt vielleicht nach noch mehr Arbeit an neben der ganzen Alltagsorganisation, aber ich finde, es ist eine Wohltat, eigene Dinge auf die Beine zu stellen. Wie diesen Blog zum Beispiel 😉

Wie enspannt es ist, einfach mal zu machen, statt zu diskutieren oder es immer gleich perfekt machen zu wollen, kannst du in meinem Blogbeitrag „Einfach machen und die Kinder machen lassen“ nachlesen.

Und wer noch etwas Zeit hat und einen kurzen Glücks-Kick braucht, der findet diesen im Blogbeitrag „Warum es so gut tut, anderen zu helfen„.

5. Mein Urlaub, meine Zelt, mein Ausflugsziel

Dein Partner will immer in ein 5-Sterne Deluxe-Hotel zur Haupturlaubszeit, während du lieber mit kleiner Ausrüstung auf den Camping-Platz fahren möchtest. Das ist natürlich ein Problem, bei dem einer von euch ganz schön zurückstecken muss. Da bleibt oft nur die Hoffnung, dass man sich bei der nächsten Reise durchsetzen kann.

Als Alleinerziehende mit kleinen Kindern ist es für mich nicht ganz so leicht zu verreisen. Man kann sich beim Autofahren nicht abwechseln und die Marotten der Kinder fallen bei der Urlaubsplanung vielleicht noch etwas stärker ins Gewicht als bei einer Zwei-Eltern-Familie. Aber mittlerweile habe ich ein paar Reiseziele und Urlaubskonstellationen gefunden, die ich auch sehr gerne alleinerziehend in Angriff nehme. Und das schönste ist, dass ich es alleine entscheiden kann. Meine Urlaubs- und Ausflugstipps findest du hier.

6. Meine komplett freien Wochenenden

Während in klassischen Mutter-Vater-Kind-Familien die Kinder theoretisch jedes Wochenende zu Hause sind, können Alleinerziehende am kinderlosen Wochenende ungestörte Zeit für sich finden – vorausgesetzt natürlich der Kindsvater oder die Kindsmutter holen die Kinder zu sich. Ein Zustand von dem Verheiratete nur träumen können. Ganz besonders wenn es sich um Partnerinnen handelt, die eigentlich „Alleinerziehend mit Mann„* sind. Damit bezeichnet man Partnerschaften, bei denen die Frau zwar mit dem Partner zusammen lebt, dieser sich aber nicht sehr für das Familienleben und die gemeinsamen Kinder interessiert und somit die ganze Arbeit an der Frau hängen bleibt.

Für meine freien Wochenenden mache ich mittlerweile ganz besondere Pläne und freue mich auf Freizeitaktivitäten, die mich gemeinsam mit meinen Kinder zu sehr stressen würden. Das kann ein 2-Tage-Kurztrip sein oder das abendliche Treffen kinderloser Freunde. Machmal gammel ich auch einfach nur rum und genieße den Moment. Einfach TILT im Kopf und ein freiwilliges 48h Schweigegelübde einlegen.

Mehr hierzu findest du in meinem Blogbeitrag: Freizeit mit Kindern oder wenn aus dem Job Wellness wird

7. Sich wieder neu verlieben

Bis das der Tod euch scheidet… diese Worte sind verhallt. Als Alleinerziehende habe ich noch einmal die Chance mir (diesmal den richtigen) Partner zum gemeinsamen Alt-Werden zu angeln. Es darf wieder ungeniert geflirtet werden, ohne dass man die Eifersucht seines Partners heraufbeschwört. Es muss nicht mehr an der alten Beziehung gearbeitet werden, keine faulen Kompromisse mehr und kein Durchhalten auf unbestimmte Zeit. Aber bis es soweit ist, lohnt sich der Artikel Wie Alleinerziehende eine neue Liebe finden.

8. Genügend Zeit für Kuscheln, Couch und Vorlesen

Und weil in meinem Alltag nur noch mein Terminkalender ausschlaggebend ist und ich nicht noch den eines Partners genau abgleichen muss, bleibt mir mit den Kindern immer Zeit zum Kuscheln, Couch und Vorlesen. Zumindest solange die Kinder noch klein sind. Ich werde diese Zeilen noch einmal überdenken, wenn ich zwei Heranwachsende im Haus habe und zum Mami-Taxi mutiert bin 😉

9. Das Glück meiner Welt liegt in den Händen meiner Kinder

Es gefällt mir sehr, meinen Kindern beim Großwerden zu zu sehen. Das Wort „erziehen“ mag ich an dieser Stelle nicht besonders. Denn ich ziehe ja nicht an ihnen und lasse ihnen auch ihren Freiraum. Aber ich bin ihre wichtigste Bezugsperson. Ich bekomme (fast) alles mit und kenne sie so gut wie niemand sonst auf dieser Welt. Sie sind so unterschiedlich und es macht mir große Freude über sie nachzudenken und Verbindungen herzustellen. Ich wittere es kilometerweit, wenn ihnen was passiert ist und bin nur glücklich, wenn sie glücklich sind.

Jedes meiner beiden Kinder hat seine Eigenart, seinen persönlichen Splin und ich bin die einzige Eingeweihte. Nicht, dass sie sonst keine erwachsenen Bezugspersonen hätten. Daran mangelt es nicht – ganz besonders seit wir zu dritt sind. Sie haben dadurch zwar ein halbgares Vatervorbild verloren, aber einen erweiterten Freundes- und Verwandtenkreis durch den Umzug in meine alte Heimat dazu gewonnen.

Aber am allermeisten freue ich mich darauf beide morgen wieder in meine Arme schließen zu können. Denn ich war mal wieder unterwegs und wir hatten Freizeit voneinander.

Weitere Vorteile und Gründe gerne alleinerziehend zu sein, findest du im Blogbeitrag „Gut leben als Alleinerziehende„.

Wie du trotz der Alleinerziehenden-Situation ein gutes Leben haben kannst, erfährst du im Blogbeitrag „Das richtige Mindset für ein gutes Leben„.

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