„Kinder brauchen Märchen“ – so lautet der Titel eines der bekanntesten Bücher über Märchen, geschrieben in den 1970er-Jahren vom Pädagogen Bruno Bettelheim. Und für viele von uns waren Märchen in der Kindheit prägend. So begleiteten uns die Geschichten von sich aufopfernden Prinzessinnen, mutigen Helden und zauberhaften Wesen abends ins Bett, im Kindergarten oder an Omas Küchentisch. Auch ich war einst begeistert von ihnen. Aber heute schreibe ich diese Geschichten um – weil ich weiß, wie tief sie wirken und warum sie mit dazu führten, dass ich alleinerziehend wurde. Glaubst du nicht? Dann lies einfach weiter…
Und das Beste jetzt im Sommer 2025: Du kannst mein neues Märchen-Buch „Der 13. Schlüssel“ bis Sonntag, 10.08.2025 gewinnen! Kein Haken, kein doppelter Boden – einfach nur paar wunderbare neue Geschichten für dich und dein Kind. Na, neugierig geworden?
Märchen prägen und verformen – nicht immer zu unserem Besten!
Ja, als Kind habe ich Märchen geliebt. Doch mit der Geburt meiner eigenen Kinder begann ich sie mit anderen Augen zu sehen.
„Ich konnte meinen Kindern viele Märchen nicht mehr vorlesen. Zu viel Machtmissbrauch, zu klischeehaft, oft entmündigend. Und ich merkte: Ich bin damit nicht allein – viele Eltern in meinem Umfeld spüren das intuitiv.“
Der endgültige Wendepunkt, an dem ich die klassischen Märchen für mich zum Alteisen warf, kam bei einer Schulaufführung von Schneewittchen.
Ich fiel aus allen Wolken, als mir bewusst wurde: Das Kind lässt dreimal eine gefährliche Fremde ins Haus – und entkommt jedes Mal nur knapp dem Tod. Kein Mädchen ist so dumm. Oder anders gesagt: Die weibliche Intuition hätte spätestens beim zweiten Versuch heftig Alarm geschlagen – egal wie gut die Alte verkleidet ist.
So ging ich auf die Suche nach dem Sinn dieser Geschichte und entdeckte etwas sehr Interessantes: Kennt man den geschichtlichen Hintergrund des Märchens zum Zeitpunkt der Niederschrift durch die Gebrüder Grimm, dann verwundert diese Leugnung der weiblichen Urinstinkte nicht. Denn Märchen wie dieses stammen aus einer Zeit, in der weiblicher Gehorsam als Tugend galt – und nicht gesunde Intuition oder Selbstschutz.
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So einfach geht’s

Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 10. August 2025.
Warum Märchen Frauen in die Abhängigkeit führen
Diese Erkenntnis führte dazu, dass ich Märchen und ihre prägende Funktion genauer hinterfragte und eine ganz weitreichende Verkettung aufspürte. Denn Märchen sind bis heute fast omnipräsent: Als Motto-Party oder Werbeaufsteller im Supermarkt.
So wirken sie bis heute und werden kaum hinterfragt. Märchen sind Teil unserer Lebens- und Leidensgeschichte geworden. Und haben dazu geführt, dass wir uns und unsere Beziehungen auf eine merkwürdig märchenhaft verzerrte Weise gelebt haben. Alleinerziehende können da ein Lied von singen!
Wie Märchen wirken
Wer früh lernt, dass nur der richtige Mann alle Probleme löst, vertraut nicht auf sich selbst.
Wer tief den Glauben in sich integriert, dass man sich schön, lieb und selbstlos geben muss, um geliebt zu werden, der lebt nach einem Skript, das oft direkt in die emotionale und finanzielle Abhängigkeit führt – und weit weg vom wahren Selbst!
„Wir haben gelernt, uns für den ‚Prinzen‘ aufzuopfern. Von Luft und Liebe zu leben. Uns von der Schokoladenseite zu zeigen – aber bloß kein Geld für unsere Arbeit einzufordern.
Das Ergebnis im Märchen und in der Realität: Keine Prinzessin erhält das Königreich – und Frauen stehen mit nichts da, wenn die Beziehung trotz aller Selbstaufopferung nicht hält.“
Viele Beziehungen halten nicht stand – und das liegt auch daran, dass uns die bekannten Märchen nie gezeigt haben, wie echte Partnerschaft funktioniert. Die Hochzeit war der Schluss, nicht der Anfang. Es hieß: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Aber wie sie lebten und warum sie als Paar zusammenblieben – das wurde nie erzählt.
Wie mich Märchen verführten und ich plötzlich Alleinerziehende wurde
Jetzt lass mal die Kirche im Dorf stehen, möchtest du jetzt vielleicht sagen. Was können denn die Märchen dafür, dass dein Mann dich verlassen hat. Ist das nicht ein bisschen an den Haaren herbeigezogen?
Nein! Und weißt du warum: In Familie lernen wir Beziehung – und hier vor allem durch unsere Eltern und aus Geschichten. Es ist eine hochgradig unbewusst prägende Zeit für alle Beziehungen, die wir danach leben.
Was ich so in meiner Kindheit gelernt habe
Sei nicht du selbst, passe dich an, stecke für andere zurück und zeig dich stets von deiner besten Seite. Und damit war nie mein wahres Ich gemeint.
Also habe ich mich verbogen, um anderen zu gefallen. Habe funktioniert und anderen den Arsch gerettet – nur nicht meinen eigenen. Weil ich immer weniger Zugang zu mir selbst hatte, mich und meinen wahren Kern immer weniger gespürt habe.
Warum mein märchenhaftes Leben alles andere als gut war
Als dann mein zukünftiger Mann mit „Love-Bombing“ im allerschönsten Märchen-Stil mein Herz im Sturm eroberte, war ich mir so sicher:
„Jetzt ist er da – mein strahlender Prinz! Jetzt wird auch mein Leben märchenhaft!“
Und ja das wurde es – aber eben anders als wir durch unseren verdrehten Blick auf Märchen glauben: Ich gab alles für diese Beziehung, bekam zwei Kinder, stellte meine Bedürfnisse hinten an und verlor mein Hab und Gut. Genau so ist es Prinzessinnen in Märchen bestimmt! Merkst du was hier passiert?
Märchenhaft kann ganz schön Horror sein!
Und wie ich dann so dastand, verlassen mit zwei Kindern am imaginären Rockzipfel, bekam ich als Frau noch den Nachtritt in Form von Sätzen wie „Hast du deinen Mann vergrault?“, „Muss ja an dir liegen, wenn er geht!“ und „Hättest dich halt mehr anstrengen müssen!“
„Wie hoch hätte ich noch springen müssen?“, sagte einmal eine frisch verlassene Alleinerziehende ernsthaft zu mir, deren Mann mit ihrer besten Freundin abgehauen war!
Was wir Frauen lernen dürfen
Das Bild der guten, heiligen Mutter entspricht nicht der wahren (ur-)weiblichen Energie. Dieses Bild wurde zu Zeiten der Gebrüder Grimm gesellschaftlich verankert und die Märchen entsprechend umformuliert und zurecht gestutzt. Denn Geschichten wirken – so viel ist sicher. Also wurde auch dieses Mittel genutzt zur Stärkung des Patriarchats. Höre dazu auch unbedingt diese Podcast-Folge:
Daher sollten wir Frauen ab sofort gut hinterfragen, warum wir bestimmte Verhaltensweisen meinen an den Tag legen zu müssen und woher sie stammen. Aus Märchen oder von der Oma? Dann beerdige sie, wenn sie dir nicht gut tun.
Und mit dieser inneren Arbeit und der folgenden äußeren Umsetzung, helfen wir uns selbst bei uns anzukommen. Und auch unseren Kindern gar nicht erst in die hübsch, brav, stillen Fußstapfen zu treten und unser Erbe hier anzutreten.
Der Frosch, den die Prinzessin NICHT mehr erlöst!
Ein besonders heikles Märchen zur weiblichen Selbstaufopferung ist Der Froschkönig. Die Prinzessin verliert ihre goldene Kugel, der Frosch hilft ihr – und fordert dafür Nähe, Essen und ihr warmes Bett. Was mir dazu einfiel und was dazu führte, dass ich dieses Märchen für das Märchen-Buch „Der 13. Schlüssel“ umgeschrieben habe:
„Diese Geschichte hat mich richtig wütend gemacht. Warum soll ein unreifer Kerl, der sich wie ein Ekel benimmt, von einer Prinzessin erlöst werden? Warum muss sie sich überwinden, ihre eigenen Gefühle ignorieren – nur damit ER am Ende belohnt wird?“
In meiner sinnreichen Neufassung dieser Geschichte mit dem Titel, „Der Frosch wird zum König“, befreit sich die Prinzessin selbst aus dem selbstlosen „Dienst am Mann“. Wer die zündende Idee dazu hatte? Das war meine 10-jährige Tochter:
„Meine Tochter sagte im Schreibprozess: ‚Mama, ich würde den Frosch nicht in meinem Zimmer gegen die Wand werfen – das ist doch voll eklig!‘
Ich fragte: ‚Und wohin würdest du ihn werfen?‘ – Sie sagte: ‚Aus dem Fenster!‘ Und genau so habe ich es geschrieben.“
✨ Auszug aus „Der Frosch wird zum König“

Damit du fühlst, wie es anders geht, lies einfach selbst rein. Grundlage ist das Märchen „Der Froschkönig“ und wir starten an der Stelle, an der der Frosch die Prinzessin auffordert, sie in ihr Zimmer zu bringen, weil er müde ist. Aber das Mädchen weigert sich zunächst:
„Ihr Vater aber wurde streng: ›Wer dir geholfen hat, als du in Not warst, den sollst du nicht verachten!‹
Da schnappte sie den Frosch mit zwei Fingern, trug ihn in ihr Zimmer und setzte ihn in eine Ecke. Kaum lag sie jedoch im Bett, kroch er zu ihr und sagte: ›Ich bin müde, ich will so gut schlafen wie du. Heb mich hinauf oder ich sag es deinem Vater!‹
Diese Drohung war zu viel. Zornig packte sie den Widerling mit ihrer rechten Hand, holte aus und warf ihn mit aller Kraft aus dem Fenster – direkt gegen die Wand des gegenüberliegenden Stalls. ›Nun sei still, du lästiger Frosch!‹
Mit einem lauten ›Paff!‹ klatschte der Frosch gegen die Wand. Doch als er hinabfiel, war er kein Frosch mehr, sondern verwandelte sich in einen großen Jungen. Er nahm seine menschliche Gestalt wieder an, die er einst hatte, bevor ihn eine alte Zauberin verwünscht hatte. Damals war er ein Königssohn gewesen. Aber niemand erkannte das in diesem Moment, denn er landete unglücklich in einem großen Misthaufen. Stroh und Dreck klebten überall an ihm, sodass er wie ein seltsames Ungeheuer wirkte.“
Märchen sind heilsam – in ihrer Grundform
Märchen sind immer wirksam – aber nicht heilsam in ihrer patriarchal entstellten Form vor allem für unsere Kinder. Denn die Zeiten haben sich geändert. Und das merken immer mehr Eltern intuitiv, in dem sie die alten Märchen nicht vorlesen.
Aber was stattdessen machen: Einen großen Bogen um dieses alte Kulturgut? Auch das ist keine gute Lösung, denn Märchen enthalten im Ursprung Wegweiser für ein gutes Leben.
Sie zeigten, wie man Herausforderungen überwindet, sich entwickelt, mutig wird, Verantwortung übernimmt. Doch mit der Zeit wurden sie entschärft, umgeschrieben – oft von männlichen Autoren, angepasst an die Rollenvorstellungen ihrer Zeit.
„Ich wollte keine ‚politisch korrekten‘ Märchen machen, sondern sie heilen. Die weibliche Perspektive stärken, das Männliche reifen lassen – und echte Entwicklung zeigen.“
📘 Daraus entstand das neue Märchen-Buch „Der 13. Schlüssel“
Alle meine Erkenntnisse zu Märchen und ihre Wirkweise – auf uns Großen und die Kleinen – habe ich in drei Märchen fließen lassen. Daraus habe ich ein Märchen-Buch verfasst, das alte Wunden in Beziehungen heilt und sie bei Kindern gar nicht erst entstehen lässt!
👉 „Der 13. Schlüssel – Eine sinnreiche Neufassung bekannter Märchen für die Eltern und Kinder der neuen Zeit“
Mit Geschichten, die Kindern neue Bilder schenken – und uns Eltern helfen, alte Muster loszulassen. Mit einem begleitenden Eltern-Guide zur Symbolik.

🔴 Das rote Käppchen (Rotkäppchen) – Ein Mädchen, das nicht gerettet werden muss, sondern wächst.
⚫ Schnee, Blut und Ebenholz (Schneewittchen) – Eine Tochter, die ihre Kraft findet. Eine Mutter, die sich wandelt.
🟢 Der Frosch wird zum König (Froschkönig) – Ein Junge, der nicht geküsst wird, sondern reifen darf.
Erhältlich online exklusiv bei Amazon.
💬 Stimme einer Leserin
5,0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, transformierend, zutiefst bereichernd und wunderschön!
Rezension vom 30. März 2025 von Sonja
Zutiefst heilsam, wichtig, ermutigend und wahr!
Dieses wundervolle Märchenbuch ist aus vollem Herzen geschrieben und berührt mich zutiefst. Seit über 30 Jahren warte ich drauf, dass endlich jemand mal die Märchen, welche meine Kindheit als Mädchen bis hinein ins Erwachsenenleben stark prägten, so schreibt, dass ich mich tief und heilsam damit verbinden kann. Silke Wildner hat das mit diesem Buch endlich gemacht. DANKE!
Absolut lesenswert und transformierend für alle, egal ob Junge, Mädchen, Mann, Frau, alt, jung – für alle Menschen die sich tiefgründig, heilsam und ganzheitlich mit dem in den Märchen verborgenen Schatz beschäftigen möchten. Klare Kaufempfehlung für dieses wunderbare Märchenbuch!
Fazit: Wir brauchen neue Märchen – für neue Familienrealitäten
Gerade als Alleinerziehende wissen wir: Das Leben ist kein Happy End mit Krönchen – und der einstmals heiß geliebte Prinz schon über alle Berge. Es ist fordernd, echt und manchmal schmerzhaft. Und genau deshalb brauchen wir neue Geschichten – die uns Mut machen, uns zeigen, wie Heilung und Wachstum möglich sind.
Meine Märchen sind ein Beitrag dazu. Diese Geschichten sagen unseren Kindern: Du darfst fühlen. Du darfst Grenzen setzen. Du darfst du selbst sein – ohne dich zu opfern.
Und sie sagen uns Erwachsenen: Du darfst neu erzählen. Für dich, für dein Kind, für die nächste Generation.
💬 Deine Meinung zählt:
Hast du als Kind Märchen geliebt? Wie gehst du heute damit um – als Mutter oder Vater?
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Über die Autorin Silke Wildner
Als alleinerziehende Mama gründete Silke Wildner 2018 den Blog „Gut alleinerziehend“ und die beiden dazugehörigen Facebook-Gruppen für guten Austausch und Vernetzung untereinander.
2018 fing sie an ihr erstes Buch „Gut leben als Alleinerziehende“ zu schreiben, das im Sommer 2019 veröffentlicht wurde. 2020 launchte sie zusammen mit Sina Wollgramm den Podcast „Das AE-Team – der positive Podcast für Alleinerziehende“ – der mittlerweile der größte und reichweitenstärkste Podcast für diese Zielgruppe ist.
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Gut alleinerziehend Gruppe – Nur für Frauen
Gut alleinerziehend Mixed Gruppe – für Papas und Mamas
Tolle Idee, sehr gerne würde ich meiner Tochter als Gegenstück zu Märchen und Disney Geschichten von starken Frauen vorlesen!
Wunderbar, liebe Laura. Du bist jetzt im Lostopf.
Was für ein tolles Buch. Vielen Dank für so eine schöne Idee – das Buch möchte ich sehr gerne gewinnen. Liebe Grüße, Svenja
Liebe Svenja, der/die Gewinner/in wurde gezogen. Schau mal in deine Mailbox, ob du gewonnen hast. Liebe Grüße, Silke
Ich möchte das Buch gewinnen.
Liebe Grüße, Jens